Heute ist der 20.09.2026, und während wir die Welt um uns herum betrachten, wird klar, dass das Thema Patientensicherheit in der Osteopathie mehr denn je in den Fokus rückt. Am 17. September wurde der Welttag der Patientensicherheit unter dem Motto „Safe care for life!“ gefeiert. Ein schöner Slogan, der die sichere Versorgung von Menschen mit chronischen, nicht übertragbaren Erkrankungen in den Mittelpunkt stellt. Doch wie sieht es konkret mit der Osteopathie in Deutschland aus? Hier gibt es noch viel zu tun!

Der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) weist eindringlich auf die bestehenden Regelungslücken hin. Es ist fast schon erschreckend: In Deutschland gibt es kein Berufsgesetz für Osteopathie, das festlegt, wer sich überhaupt Osteopath nennen darf. Ein Blick auf die Forsa-Erhebung aus 2024 zeigt, dass über 19 Millionen Menschen in Deutschland bereits Erfahrungen mit Osteopathie gemacht haben. Das ist eine beeindruckende Zahl! Doch die Schattenseite wird schnell sichtbar, wenn man erfährt, dass fast 15 % der befragten Anbieter keine abgeschlossene osteopathische Ausbildung haben. Wie soll man da als Patient die Kompetenz des Behandlers einschätzen?

Der Appell an die Politik

Prof. Marina Fuhrmann, die Vorsitzende des VOD, hat es auf den Punkt gebracht: Patientenschutz sollte nicht vom individuellen Wissen der Patienten abhängen. Das ist ein wichtiger Punkt! Die unterschiedliche Qualifikation der Osteopathen ist für die Patienten oft nicht erkennbar – das macht die Situation alles andere als einfach. Ein Berufsgesetz könnte klare Anforderungen an Ausbildung und Berufsausübung schaffen und damit auch eine gewisse Transparenz fördern.

Der VOD fordert daher nicht nur verbindliche Ausbildungsregeln, sondern auch ein spezifisches Berufsgesetz, das die Patientensicherheit gewährleistet. Der Koalitionsvertrag 2025 zwischen CDU, CSU und SPD sieht bereits vor, die Osteopathie berufsgesetzlich zu regeln. Ein Schritt, der überfällig ist! Es wäre an der Zeit, dass die Politik den Auftrag zur gesetzlichen Regelung zügig umsetzt. Denn so könnte man Mindestanforderungen an Ausbildung und praktische Fähigkeiten definieren und damit die Qualität der Osteopathie in Deutschland erheblich verbessern.

Die Rolle der WHO

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ebenfalls ein Auge auf die Patientensicherheit geworfen. Ihr Fokus liegt auf einer sicheren Versorgung und der stärkeren Einbindung der Betroffenen. Das Motto des diesjährigen Welttags, „Safe care for life!“, sollte als Weckruf für alle Akteure in der Gesundheitsversorgung dienen. Der VOD appelliert an die Politik, diese notwendigen Veränderungen zügig anzugehen und nicht in langen Diskussionen zu versinken.

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Die Osteopathie ist eine eigenständige und ganzheitliche Form der Medizin, die manuelle Techniken nutzt, um Beschwerden zu diagnostizieren und zu behandeln. Doch all diese Kompetenz und das Wissen müssen auch entsprechend anerkannt und rechtlich geregelt werden. Schließlich haben wir es hier nicht nur mit einer Therapieform zu tun, sondern mit dem Wohl von über 19 Millionen Menschen, die sich in die Hände von Osteopathen begeben.

Das Thema ist also so aktuell wie nie. Die über 7.000 Mitglieder im VOD freuen sich über jede Initiative, die zur Verbesserung der Qualität und Sicherheit der Osteopathie beiträgt. Auch die Tatsache, dass jährlich über 2,8 Millionen Besucher die Website osteopathie.de besuchen, zeigt das große Interesse und die Nachfrage nach Informationen und klaren Standards. Zudem unterstützen fast 100 gesetzliche Krankenkassen die Osteopathie, was ebenfalls für die Relevanz dieser Therapieform spricht. Es bleibt zu hoffen, dass bald klare Qualitätsstandards etabliert werden, damit die Patientensicherheit in der Osteopathie nicht nur ein schöner Spruch bleibt, sondern gelebte Realität wird.