Heute ist der 7.11.2026, und die kalte Jahreszeit hat uns fest im Griff. Da ist es kein Wunder, dass viele von uns nach Möglichkeiten suchen, unser Immunsystem zu stärken. Nahrungsergänzungsmittel, insbesondere solche mit Vitamin C und Zink, stehen hoch im Kurs. Doch was steckt wirklich in diesen kleinen Helfern? Öko-Test hat sich dieser Frage angenommen und die Wirksamkeit von 21 unterschiedlichen Produkten unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse sind mehr als ernüchternd.

Die Untersuchung zeigt, dass drei Viertel der getesteten „Immunbooster“ durchfallen. Das ist ein echter Dämpfer für all jene, die auf die großen Versprechen der Werbung hereingefallen sind. Viele Menschen nutzen diese Produkte in der Erkältungszeit, in der Hoffnung, sich vor Krankheiten zu schützen. Doch Experten warnen: Der Bedarf an Vitamin C lässt sich in der Regel problemlos über die Ernährung decken. Zitrusfrüchte, Beeren und sogar Paprika sind wahre Vitamin-C-Bomben. Und auch Zink findet sich in vielen Lebensmitteln wie Fleisch, Käse und Nüssen. Es gibt also keinen Grund zur Panik, solange wir uns ausgewogen ernähren.

Was sagt der Test?

Der Test von Öko-Test deckt einige interessante Punkte auf. Von den 21 getesteten Nahrungsergänzungsmitteln fielen sage und schreibe 16 durch. Hauptkritikpunkte waren überhöhte Dosierungen von Vitamin C und Zink. Während die Höchstdosis im Test bis zu 1.000 mg Vitamin C betrug, empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nur 250 mg pro Tag. Ähnlich sieht es beim Zink aus: Hier wurden Höchstdosen von bis zu 15 mg festgestellt, obwohl die Empfehlung bei gerade einmal 6,5 mg liegt. Und das ist noch nicht alles – viele Produkte enthalten unerwünschte Zusatzstoffe wie Talkum. Das ist bedenklich, denn Talkum kann potenziell krebserregende Eigenschaften haben. Ein echtes Warnsignal!

Außerdem fanden die Tester heraus, dass die Verpackungen oft nicht ausreichend über mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln informieren. Das ist ein Punkt, der nicht unterschätzt werden sollte, denn gerade in der Erkältungszeit nehmen viele Menschen mehrere Produkte ein. Die Testergebnisse basieren auf strengen Laboranalysen und einer spezifischen Bewertungsmatrix, die sich an gesetzlichen Vorgaben orientiert.

Gesunde Alternativen und Empfehlungen

In Zeiten, in denen Nahrungsergänzungsmittel immer beliebter werden, ist es wichtig, die eigenen Ansprüche an solche Produkte zu hinterfragen. Werbung suggeriert oft, dass diese Mittel vor Erkältungen schützen können. Dabei ist es entscheidend zu wissen, dass Vitamin C und Zink essentielle Nährstoffe sind, die unser Körper nicht selbst herstellen kann. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene 85 bis 110 mg Vitamin C und 7 bis 16 mg Zink täglich. Ein Mangel an Vitamin C ist in Deutschland praktisch nicht mehr anzutreffen, und auch Zink lässt sich mit einer ausgewogenen Kost gut abdecken.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) mahnt zur Vorsicht: Ein chronisch hoher Zink-Konsum kann neurologische Erkrankungen zur Folge haben. Daher ist es ratsam, die empfohlenen Höchstwerte zu beachten. Die Höchstmenge für Zink in Nahrungsergänzungsmitteln liegt bei 6,5 mg pro Tagesverzehr, während für Vitamin C 250 mg empfohlen werden. In vielen getesteten Produkten wurden diese Werte jedoch überschritten.

Wenn du also auf der Suche nach einem gesunden Immunsystem bist, setze lieber auf eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßig Flüssigkeitszufuhr. Und vergiss nicht: Regelmäßiges Händewaschen und das Vermeiden von Ansteckungsmöglichkeiten sind ebenfalls einfache, aber effektive Maßnahmen, um gesund durch den Winter zu kommen.