Am 16. Oktober 2023 war es endlich wieder soweit: die 10. Verleihung des Nationalen Markenpreises für Vietnam fand im Nationalen Kongresszentrum in Hanoi statt. Unter dem Motto „Der Fluss vietnamesischer Marken“ wurden 499 Produkte von 227 Unternehmen ausgezeichnet. Die Veranstaltung war ein wahrhaftiges Schaufenster für die Vielfalt und Qualität, die Vietnam zu bieten hat. Besonders auffällig in der diesjährigen Liste waren die pharmazeutischen Produkte und Gesundheitsartikel. Das zeigt, wie wichtig diese Branche für das Land ist. Über zehn inländische Pharmaunternehmen erfüllten die anspruchsvollen Kriterien der Nationalen Marke 2026 und konnten sich stolz auf die Bühne begeben.

Für den Betrachter wird schnell klar, dass die pharmazeutische Industrie in Vietnam einen bedeutenden Wandel durchläuft. Die Vielfalt der ausgezeichneten Produkte reicht von Arzneimitteln über pflanzliche Präparate bis hin zu Nahrungsergänzungsmitteln und Körperpflegeartikeln. Das spricht nicht nur für die Innovationskraft, sondern auch die hohe Qualität, die von den Unternehmen angestrebt wird. Ein Beispiel ist die Pharmaceutical Science Joint Stock Company mit ihren Eskar-Augentropfen, die zum zweiten Mal in Folge die Auszeichnung erhielten. Hergestellt im Industriepark Que Vo 2 in Bac Ninh, entsprechen sie den strengen GMP- und WHO-Standards.

Qualität, Innovation und Standards

Was viele vielleicht nicht wissen: Um die nationale Marke zu erhalten, müssen Produkte mindestens 650 von 1.000 möglichen Punkten erreichen – das ist kein Zuckerschlecken! Kriterien wie Qualität, Innovation und Pionierfähigkeit werden mit jeweils 300 und 400 Punkten bewertet. Und hier kommt die Qualität ins Spiel: GMP-Standards sind für Pharmaunternehmen verpflichtend. Das ist ein echter Vertrauensbeweis für die Verbraucher, die in einer Zeit, in der Transparenz und Sicherheit gefordert werden, den richtigen Partner in der Pharmaindustrie suchen.

Ein weiterer Aspekt ist die Tatsache, dass die Ergebnisse der Wahl zur Nationalen Marke 2026 ab dem 29. August 2026 für zwei Jahre gelten. Unternehmen sind verpflichtet, jährlich über die Einhaltung der Programmrichtlinien zu berichten. Das sorgt dafür, dass die Qualität nicht nur einmalig, sondern nachhaltig gewährleistet wird. Ein wichtiger Punkt, denn Vertrauen ist in der pharmazeutischen Industrie Gold wert.

Wachstum unter Druck

Doch während sich die vietnamesische Pharmabranche so positiv entwickelt, gibt es auch Herausforderungen. Vietnams Pharmamarkt wächst zwar, steht aber unter dem Druck von Kostendämpfungsmaßnahmen und einem verschärften Wettbewerb. Prognosen zeigen ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 7,4 % bis 2025, was das Marktvolumen auf etwa 7 Milliarden US-Dollar katapultieren könnte. Das macht Vietnam zum zweitgrößten Pharmamarkt in Südostasien, gleich hinter Indonesien. Interessanterweise entfällt rund 60 % des Marktvolumens auf importierte Arzneimittel – da gibt’s noch einiges an Platz für die lokale Produktion!

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Die Regierung hat bereits Schritte unternommen, um die Beschaffungsmechanismen anzupassen und Entscheidungsbefugnisse auf die Krankenhausebene zu verlagern. Das Ziel? Den Zugang zu Arzneimitteln für die Bevölkerung zu verbessern. Zukünftige Gesundheitsreformen sind unabdingbar, um den Sektor zu modernisieren und die klinische Infrastruktur bis 2030 auszubauen – ein ehrgeiziges Vorhaben, das viele Hoffnungen weckt.

Inmitten der rasanten Entwicklungen bleibt die pharmazeutische Industrie in Vietnam jedoch fragmentiert. Die großen inländischen Hersteller wie DHG Pharma und Traphaco treiben die Modernisierung voran, während kleinere Unternehmen oft auf Generika setzen. Das hat Auswirkungen auf den gesamten Markt, der durch Konsolidierung und den Aufstieg moderner Apothekenketten geprägt ist. Ein spannendes, dynamisches Umfeld, in dem es viel zu beobachten gibt!