Wenn die Temperaturen sinken und die Tage kürzer werden, dann ist die Zeit für Erkältungen und Grippe gekommen. Jedes Jahr erwischt es viele von uns – und das nicht zu knapp. In Deutschland hat jeder Erwachsene im Schnitt 2 bis 4 Erkältungen pro Jahr, während die Kleinen sogar bis zu 12 Mal schniefen und husten. Die Rhinoviren, die Hauptverursacher, verbreiten sich blitzschnell durch Schmier- und Tröpfcheninfektionen. Da kann man nur hoffen, dass das Immunsystem stark genug ist, um die kleinen Übeltäter abzuwehren. Doch wie können wir uns wirklich schützen? Hier kommen Zink und Vitamin C ins Spiel!

Neueste Studien zeigen, dass Zink die Dauer einer Erkältung um etwa zwei Tage verkürzen kann. Das klingt erst mal nicht viel, aber in der Zeit, in der man sich fühlt, als würde einem ein Elefant auf der Brust sitzen, kann so ein bisschen Erleichterung Gold wert sein. Hochdosiertes Zink, vor allem bei den ersten Anzeichen einer Erkältung, kann das Anhaften von Viren an die Wirtszellen verhindern und deren Wachstum hemmen. Bei einem Zinkmangel ist das Immunsystem geschwächt – und das letzte, was man braucht, ist ein geschwächtes Abwehrsystem bei kaltem Wetter.

Der Einfluss von Vitamin C

Und was ist mit Vitamin C? Das ist ja quasi der Klassiker, wenn es um die Stärkung des Immunsystems geht. Es unterstützt die Bildung von weißen Blutkörperchen und hilft, oxidativen Stress zu reduzieren. Aber aufgepasst! Ein Vitamin-C-Mangel ist in Deutschland bei normaler Ernährung eher selten. Dennoch: Bei Erkältungsbeginn sollte man den Vitamin-C-Spiegel schnell erhöhen – frisch gepresster Orangensaft ist hierfür ideal. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Erwachsene täglich 95 bis 110 mg Vitamin C. Wo findet man das? In Zitrusfrüchten, Zwiebeln, Paprika und Beeren!

Die Vorbeugung ist zwar wichtig, aber Hygiene spielt eine ebenso große Rolle. Das Robert Koch-Institut berichtet, dass zwischen Oktober und März bis zu 9 Millionen Arztbesuche wegen Atemwegserkrankungen stattfinden. Regelmäßiges Händewaschen ist ein Muss, um die Viren fernzuhalten. Und wenn wir schon dabei sind: Handdesinfektionsmittel mit mindestens 70 % Alkohol können bis zu 99,9 % der Erkältungsviren abtöten. Wer hätte gedacht, dass so etwas über die kleinen Fläschchen in unserer Tasche entscheidet?

Gesunde Lebensgewohnheiten

Doch nicht nur Zink und Vitamin C sind unsere Verbündeten im Kampf gegen Erkältungen. Eine gesunde Lebensweise ist unerlässlich. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, täglich 5 Portionen Obst und Gemüse zu essen, mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit zu trinken und 7 bis 8 Stunden Schlaf zu bekommen. Regelmäßige Spaziergänge sind auch eine gute Idee – nur 20 Minuten täglich können bereits das Immunsystem stärken. Und wenn man dann noch Stress vermeidet, hat man die besten Karten in der Hand.

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Wenn die Kälte zuschlägt und die Nasenschleimhaut abkühlt, ist die Abwehr geschwächt. Daher ist es manchmal auch ganz klug, die Haare nicht nass draußen in den Wind zu halten. Denn nasse Haare können das Infektionsrisiko erhöhen – und wer möchte schon einen Schnupfen, nur weil man es eilig hatte?

Die Grippeimpfung wird für Menschen ab 60 Jahren, chronisch Kranke und Schwangere empfohlen. Die Impfquote bei über 60-Jährigen lag in der letzten Saison bei etwa 34 %, während das Ziel bei 75 % liegt. Man könnte meinen, es wäre eine einfache Rechnung – je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger verbreiten sich die Viren. Aber die Realität sieht oft anders aus.

In der kalten Jahreszeit kann es also nur einen Plan geben: gut aufpassen, auf die eigene Gesundheit achten und die Immunabwehr stärken. Mit Zink, Vitamin C und den richtigen Lebensgewohnheiten kann man die Erkältungssaison vielleicht ein wenig angenehmer überstehen. Und wenn es einen dann doch erwischt – ein warmes Getränk, viel Ruhe und Flüssigkeit sind die besten Begleiter auf dem Weg zur Genesung.