Sturm im Spital: Ein Urologe unter Druck
Heute ist der 27.10.2026. Ein kleiner Sturm weht durch die Klinik für Urologie am Universitätsspital Zürich (USZ). Daniel Eberli, der Direktor dieser Abteilung, hat sich entschieden, das Spital zu verlassen. Das hat sich nicht einfach so ergeben. Eine unabhängige Administrativuntersuchung hat ergeben, dass über Jahre hinweg organisatorische und dokumentarische Vorgaben nicht konsequent eingehalten wurden. Das klingt schon mal nach einer ziemlichen Scherbe, oder? Und dabei ist die medizinische Qualität der Behandlungen anscheinend nicht beeinträchtigt gewesen. Aber was war da los?
Die Untersuchung, die von der Anwaltskanzlei Nater Dallafior durchgeführt wurde, hat einige Mängel ans Licht gebracht. So wurden zum Beispiel Eingriffe Ärzten zugeteilt, die die formellen Qualifikationsanforderungen nicht erfüllten. Die Verantwortlichkeiten, die bei Operationen festgelegt und dokumentiert werden sollten, waren alles andere als transparent. Komischerweise sind die Verstöße als erheblich und weitreichend eingestuft worden, und die USZ-Leitung hat daraufhin organisatorische Konsequenzen gezogen. Kontroll- und Dokumentationsprozesse wurden überprüft und angepasst, was durchaus Sinn macht, wenn man bedenkt, dass in der Gesundheitsversorgung Sorgfalt und Transparenz ganz groß geschrieben werden sollten.
Die Details der Sache
Eberli war seit April freigestellt. Der Grund dafür blieb lange unklar, doch es gab Anzeichen für mögliche Abweichungen von den Vorgaben. Unter Druck stand er auch, weil er Unterlagen unterschrieben hatte, die einen Oberarzt zur SIWF-Prüfung anmeldeten, obwohl die Anforderungen nicht erfüllt waren. Das ist schon ein heftiger Schuh, den man da anhat. Ein gewisses Maß an Verantwortung hat man ja als Führungskraft, und wenn die nicht eingehalten wird, ist das wie mit einem Kartenhaus – zack, schon fällt alles zusammen.
Die USZ-Leitung hat betont, wie wichtig es ist, die hohen Anforderungen an Sorgfalt, Transparenz und regelkonformes Verhalten einzuhalten, insbesondere für Führungskräfte. Und das ist nicht nur ein Lippenbekenntnis. Der vollständige Untersuchungsbericht wurde veröffentlicht und der Staatsanwaltschaft übergeben. Dies zeigt, dass man im USZ bereit ist, sich den Konsequenzen zu stellen. Der interimistische Leiter, PD Dr. med. Daniel Max Schmid, wird die Klinik bis zur definitiven Neubesetzung führen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Erkenntnisse aus dieser Untersuchung sollen nicht nur für die Klinik für Urologie, sondern für das gesamte Spital von Bedeutung sein. Man möchte die Abläufe und Verantwortlichkeiten weiterentwickeln. Und das ist auch dringend nötig, denn die Herausforderungen im Gesundheitswesen sind vielfältig. Die Diskussion über die Angemessenheit der Vorschriften und deren Anwendung in anderen Zürcher Kliniken hat gerade erst begonnen. Es bleibt spannend zu beobachten, ob diese Vorfälle nur Einzelfälle sind oder ob im Hintergrund politische Absichten stehen, wie Neurologe Lukas Fierz angemerkt hat.
Zurück zur Qualität im Krankenhaus: Diese Situation wirft auch ein Licht auf die Notwendigkeit und Umsetzung von Qualitätsmanagement im Krankenhaussektor. Die Anforderungen steigen, und mit ihnen auch der Druck, die Qualität der medizinischen Dienstleistungen sicherzustellen. Es ist kein Geheimnis, dass Qualität ein zentraler Wettbewerbsfaktor für Krankenhäuser ist. Dabei sind nicht nur die medizinischen Ergebnisse wichtig, sondern auch die Patientenzufriedenheit und die Compliance. Denn am Ende des Tages zählt, dass die Patienten sich gut aufgehoben fühlen – und das ist kein leichtes Unterfangen in der heutigen Zeit.
