Novemberblues adé: Natürliche Wege aus dem Stimmungstief
Der November klopft an die Tür und mit ihm kommt das alljährliche Stimmungstief. Man könnte sagen, es ist wie ein ungebetener Gast, der einfach nicht wieder gehen will. Viele Menschen fühlen sich in dieser dunkleren Jahreszeit antriebslos, müde und manchmal sogar ein bisschen depressiv. Das hat man nicht nur in den eigenen vier Wänden bemerkt, sondern auch die Wissenschaft hat es festgestellt: Kürzere Tage und der Mangel an Sonnenlicht führen zu einem Absinken des Serotoninspiegels und einer erhöhten Melatoninproduktion, was nicht gerade zu guter Laune beiträgt. Schätzungsweise einer von zehn Menschen leidet unter diesem Phänomen, auch bekannt als Herbst-Dip.
Heilpraktikerin Petra Kropf wird am 5. November in einer spannenden Veranstaltung mit dem Titel „Novemberblues – Wege aus dem Stimmungstief“ aufzeigen, wie man Antriebslosigkeit und Müdigkeit ganzheitlich bekämpfen kann. Dabei wird sie sich auf Heilpflanzen, ätherische Öle, Wasseranwendungen und sogar jahreszeitengerechte Ernährung konzentrieren. Wer sich für die Veranstaltung interessiert, kann sich unter der Telefonnummer 01522/691-735-7 anmelden.
Natürlich helfen!
Eine besonders empfehlenswerte Methode zur Bekämpfung des Novemberblues ist die Aromatherapie. Düfte wie Zitrone, Bergamotte, Eukalyptus, Pfefferminze, Vanille, Sandelholz und Lavendel können wahre Wunder wirken. Wenn man es mit der Stimmung wirklich ernst meint, sollte man auch über natürliche Heilmittel nachdenken. Rhodiola rosea, auch als Rosenwurz bekannt, ist ein hervorragendes pflanzliches Mittel gegen kognitive Erschöpfung. Die empfohlene Dosierung liegt bei 400-600 mg täglich oder 30 Tropfen Tinktur am Morgen.
Und was ist mit Vitaminen? Vitamin C kann mit 40 mg täglich und Magnesium mit 300 mg für Frauen und 380 mg für Männer helfen, das Wohlbefinden zu steigern. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird der Herbst als Zeit des Yin angesehen, was bedeutet, dass befeuchtende Nahrungsmittel wie Birnen, Mandeln, gekochte Äpfel und Suppen auf dem Speiseplan stehen sollten. Bewegung – ja, die gute alte Bewegung – an der frischen Luft, wie beim Nordic Walking, hat sich auch als äußerst hilfreich erwiesen. Eine Studie hat gezeigt, dass nach fünf Wochen regelmäßiger Aktivität die Depressionswerte signifikant gesenkt wurden.
Was ist der Unterschied?
Doch Vorsicht! Es ist wichtig, zwischen dem Winterblues und einer saisonal abhängigen Depression (SAD) zu unterscheiden. Letztere betrifft etwa 1-3% der Bevölkerung in Flandern und kann ernsthafte ärztliche Abklärung erfordern, besonders wenn Symptome länger als zwei Wochen anhalten. Die Symptome von SAD sind vielfältig und reichen von Traurigkeit über Müdigkeit bis hin zu Schlafstörungen und einer unstillbaren Lust auf Süßes. Frauen sind hier häufiger betroffen als Männer, und die Dunkelheit des Winters macht es nicht leichter.
Wenn die Stimmung wirklich im Keller ist, können auch pflanzliche Mittel wie Johanniskraut, Baldrian und Passionsblume hilfreich sein. Johanniskraut ist dabei ein altbewährtes Hausmittel, das allerdings Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben kann. Und vergessen wir nicht die stimmungsaufhellenden ätherischen Öle wie Lavendel, Rosmarin und Bergamotte – sie können mit ihren Düften eine kleine Oase der Ruhe schaffen. Lichttherapie ist eine weitere Option, die für viele eine echte Hilfe darstellt. Dabei sollte man auf Lichttherapiegeräte mit mindestens 10.000 Lux zurückgreifen, um das Gleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn wiederherzustellen.
Die dunkle Jahreszeit ist also nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Gelegenheit, neue Wege zu finden, um das Wohlbefinden zu steigern. Eine ausgewogene Ernährung, viel frisches Gemüse, Obst und (See-) Fisch sowie die Reduzierung von Fleisch, Fett und Zucker können sich positiv auf die Stimmung auswirken. Und wenn Sie an einem trüben Novembermorgen wieder einmal auf dem Sofa liegen und sich fragen, wie Sie dem Stimmungstief entkommen können, denken Sie daran: Ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft, das Hören Ihrer Lieblingsmusik oder das Zubereiten eines leckeren Gerichts kann schon einen großen Unterschied machen.
