Nahrungsergänzungsmittel: Der Boom, der unsere Gesundheit revolutioniert
Wenn wir über Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sprechen, kann man nicht leugnen, dass die Nachfrage in den letzten Jahren förmlich explodiert ist. Laut den neuesten Statistiken des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden im Jahr 2025 rund 241.000 Tonnen dieser Produkte in Deutschland produziert. Ein neuer Höchststand, der im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 1,6 % darstellt. Das klingt ganz nach einem Trend, der sich nicht aufhalten lässt! Und wenn man sich die Entwicklung seit 2019 anschaut – da waren es nur 162.000 Tonnen – wird der sprunghafte Anstieg von 48,4 % noch deutlicher.
Doch nicht nur die Menge, auch der Wert der produzierten NEM hat sich rasant erhöht. Im Jahr 2025 betrug der Wert rund 2,08 Milliarden Euro, was einem beeindruckenden Anstieg von etwa 12,6 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Vergleich zu 2019 hat sich dieser Wert sogar mehr als verdoppelt – um genau zu sein, um 137,6 %. Man fragt sich, was genau hinter diesem Boom steckt. Es sind nicht nur die klassischen Vitamine und Mineralien, die immer beliebter werden, sondern auch immer mehr Unternehmen, die sich in diesem Markt tummeln. Mit 72 Unternehmen, die NEM produzieren, hat die Branche einen neuen Höchststand erreicht – 2024 waren es noch 64 und 2019 lediglich 52.
Beliebte Produkte und wachsende Segmente
Zu den beliebtesten Nahrungsergänzungsmitteln zählen Produkte wie Calcium- oder Magnesium-Brausetabletten, Johanniskrautdragees, eiweißhaltige Trinknahrung und Zink-Hefe-Kapseln. Besonders im Trend liegen aktuell Vitamine. Vitamin C, Multivitamine und Vitamin B12 sind die Renner unter den Verbrauchern. Die Wachstumssegmente sind eindeutig die B-Vitamine und die beliebten Mineralstoffe wie Magnesium und Calcium. Zink und Kalium erfreuen sich ebenfalls wachsender Beliebtheit. Wer hätte gedacht, dass etwas so Alltägliches wie ein Vitaminpräparat ein so großes Geschäft sein kann?
Der Vertrieb läuft über verschiedene Kanäle. Drogeriemärkte sind mit 41,4 % der größte Vertriebskanal, gefolgt vom Lebensmitteleinzelhandel mit 32,5 %. Apotheken spielen auch eine Rolle, allerdings auf einem kleineren Niveau. Das zeigt sich auch in den Verkaufszahlen: 2018 wurden bereits 225 Millionen Packungen NEM verkauft – ein Plus von 12 Millionen im Vergleich zum Vorjahr. Wenn man bedenkt, dass Vitamine und Mineralstoffe zwei Drittel des gesamten NEM-Marktes ausmachen, wird klar, wo die Reise hingeht.
Ein fragmentierter Markt mit Potenzial
Was den Markt umso spannender macht, ist seine Fragmentierung. Die Top-20-Hersteller machen nur 51 % des Umsatzes aus, was bedeutet, dass viele kleine und mittelständische Unternehmen eine bedeutende Rolle spielen. Diese Vielfalt könnte den Markt dynamisch gestalten und neue Ideen hervorbringen. Dabei ist es auch interessant zu beobachten, wie Unternehmen mit kreativen Produkten auf den Trend reagieren. Die Nachfrage nach NEM wird wohl auch in den kommenden Jahren nicht abreißen.
Insgesamt ist der NEM-Markt in Deutschland ein pulsierendes Feld, das zeigt, wie stark das Bewusstsein für Gesundheit und Wohlbefinden gewachsen ist. Es bleibt abzuwarten, wohin die Reise geht. Vielleicht wird es bald noch mehr spannende Produkte geben, die uns dabei unterstützen, gesund zu bleiben und uns wohlzufühlen. Eines ist sicher: Der NEM-Markt hat sich einen festen Platz in unseren Regalen erobert und wird wohl auch in Zukunft ein wichtiges Thema bleiben.
