Krisenmanagement im OP: Was passiert wirklich am Universitätsspital Zürich?
Heute ist der 25.10.2026, und die Welt der Anästhesiologie und perioperativen Medizin am Universitätsspital Zürich (USZ) steht Kopf. Ein bemerkenswerter Umstand: Die Direktorin des Instituts für Anästhesiologie und Perioperative Medizin, Prof. Dr. Dr. med. Sina M. Coldewey, ist beurlaubt. Wie aus einer Bestätigung eines Sprechers des USZ hervorgeht, wurden die Mitarbeiter über diese Entscheidung informiert. Auf die Hintergründe dieser Beurlaubung wird aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht näher eingegangen – ein Umstand, der die Gemüter sicher erhitzt. Wer weiß, was da wirklich im Hintergrund passiert?
Interimistisch übernehmen zwei erfahrene Kaderärzte die Leitung des Instituts. Namentlich genannt werden sie nicht, aber offiziell stehen Corinna von Deschwanden und Rolf Schüpbach als Stellvertreter bereit. Das Institut, das erst im Januar 2025 unter der Leitung von Sina Coldewey umbenannt wurde, hat sich in drei Abteilungen unterteilt: die Allgemeine Anästhesiologie und Perioperative Medizin, die Herz-, Thorax- und Gefässanästhesiologie sowie die Schmerztherapie. So viel Veränderung in so kurzer Zeit, da kann man schon mal den Überblick verlieren!
Ein Blick auf die Karriere von Sina Coldewey
Sina Coldewey, die ihre Karriere an der Medizinischen Hochschule Hannover begann und auch an der Queen Mary University of London tätig war, hat sich seit ihrem Wechsel nach Jena im Jahr 2014 einen Namen gemacht. Sie hat nicht nur die Klinische Anästhesiologie am Universitätsklinikum Jena geleitet, sondern war auch als Professorin für Klinische Anästhesiologie und Translationale Intensivmedizin aktiv. Ihre Expertise, besonders in den Bereichen perioperatives Organversagen und Sepsis, macht sie zu einer gefragten Persönlichkeit in der Branche. Am 28. August 2024 wurde sie zur Direktorin ernannt – was für ein aufregender Karrierehöhepunkt!
Doch die letzten Monate waren alles andere als einfach. Berichten zufolge gab es Kündigungen von mehr als einem Dutzend Mitarbeitern seit ihrem Amtsantritt, darunter Oberärzte und leitende Oberärzte. Diese Meldung wurde jedoch nicht offiziell bestätigt – ein weiterer Punkt, der Fragen aufwirft und die Spekulationen anheizt.
Die Entwicklungen in der Urologie
Aber es sind nicht nur die Anästhesiologen, die momentan im Fokus stehen. Daniel Eberli verlässt die Urologie des USZ, nachdem eine Untersuchung Managementmängel in dieser Klinik aufgedeckt hat. Auch hier bleibt die Frage nach den genauen Hintergründen offen. Interimistisch wird die Klinik von Daniel Max Schmid geleitet. Die Scherben des Managements, die in der Urologie liegen, werden sicher nicht über Nacht gefegt.
In Zeiten wie diesen, wo so viele Veränderungen im Gange sind, ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren. Die Entwicklungen am USZ sind nicht nur für die Mitarbeiter, sondern auch für die Patienten von Bedeutung. Schließlich geht es nicht nur um die Führungskräfte, sondern auch um das Wohl der Menschen, die auf die Expertise und Betreuung der Anästhesiologen und Chirurgen angewiesen sind.
Wir halten die Augen offen und sind gespannt, wie sich die Situation weiterentwickelt. Eines ist sicher: In der Welt der Medizin bleibt es immer spannend!
