Apotheken im Wandel: Die Zukunft der Prävention und Telemedizin
Heute ist der 20.09.2026, und die Welt der Apotheken scheint sich in einem spannenden Umbruch zu befinden. Auf der Expopharm wurde jüngst über Präventionsangebote in Apotheken diskutiert, und die Experten waren sich einig: Prävention ist mehr als nur ein wirtschaftliches Risiko – sie ist ein Imagefaktor, den es zu nutzen gilt! Anike Oleski von den Medios Apotheken in Berlin hat das Bild der Apotheke als Ort der Gesundheit skizziert. Es geht darum, Kunden gezielt außerhalb ihrer Krankheiten anzusprechen, um neue Patientengruppen zu gewinnen. Eine interessante Perspektive, die den Fokus auf die langfristige Kundenbindung durch Fürsorge legt, nicht nur durch den Verkauf von Medikamenten.
Andrea Prochaska von der Sonnen-Apotheke in Mönchengladbach kritisierte die pessimistische Haltung vieler Apotheker gegenüber Präventionsangeboten. Sie fordert mehr Mut und Innovation – und da muss ich ihr zustimmen! Melanie Tilgner von der Vita Apotheke in Hamburg schlägt vor, Präventionsmaßnahmen in klar definierte Bausteine zu unterteilen: Schlaf, Impfen, Mikronährstoffe und Darmgesundheit sind nur einige der Themen, die hier auf den Tisch kommen sollten. Und nicht vergessen: Die Mitarbeitenden sollten von Anfang an einbezogen werden, um ihre Motivation zu fördern – ein sinnvoller Ansatz, der oft übersehen wird.
Der Weg zur Telemedizin
Ein spannendes Thema, das in der Diskussion nicht fehlen durfte, ist die Telemedizin. Tilgner hat seit dem 1. Juli in Hamburg assistierte Telemedizin eingeführt – ein Schritt, der bei den Kunden zwischen 19 und 79 Jahren gut ankommt. Die Telemedizin kann insbesondere bei Ohren-, Augen- oder Harnwegsinfekten hilfreich sein, auch wenn die Ärzte oft nicht genügend Kapazitäten haben. Aber die Apotheke ist hier in einer interessanten Position. Sie kann als Brücke zur medizinischen Versorgung agieren, ohne dass der Kunde den Weg zur Arztpraxis auf sich nehmen muss.
Das Zusammenspiel von MEDIVISE und KUNESA ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. MEDIVISE stellt die technische Plattform und die Medizintechnik zur Verfügung, während KUNESA sich um die Gestaltung der Räumlichkeiten kümmert. Diese Zusammenarbeit zielt darauf ab, Apotheken mit telemedizinischen Dienstleistungen zu unterstützen. Die Ausstattung umfasst beispielsweise einen Technikarbeitsplatz für die Beratung oder eine zertifizierte Videosprechstunde für die ärztliche Beratung. Damit wird der Zugang zu medizinischen Leistungen enorm erleichtert – ein echter Gewinn für die Patienten!
Digitale Gesundheitsversorgung im Fokus
Die digitale Gesundheitsversorgung ist im Aufwind. Das Bundesgesundheitsministerium treibt die Digitalisierung im Gesundheitswesen voran. Die Vorteile für die Patienten sind nicht von der Hand zu weisen: weniger Hürden, schnellere Terminvergabe und die Möglichkeit, medizinische Betreuung unabhängig vom Standort zu erhalten. Ein Beispiel dafür sind digitale Cannabis-Rezepte, die über Plattformen wie CanDoc beantragt werden können. Hierbei entfällt der physische Praxisbesuch, was für viele eine immense Erleichterung darstellt.
Die Verantwortung der Anbieter in der digitalen Gesundheitsversorgung wächst stetig. Patienten sollten darauf achten, dass die Plattformen und Apotheken transparent agieren und medizinische Kompetenz zeigen. Die Qualität der Produkte und die Herkunft gewinnen an Bedeutung. Das Vertrauen in die ärztliche Qualifikation, in die zertifizierten Apotheken und in die Beratungskompetenz wird für viele immer wichtiger. Eine stabile Kommunikation zwischen Plattform, Arzt und Apotheke ist entscheidend, um die Patientenversorgung zu optimieren.
Insgesamt stehen wir an einem spannenden Punkt in der Apothekenlandschaft. Die alten Strukturen sind im Wandel, und das bringt sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich. Wer sich auf die neuen Gegebenheiten einlässt und bereit ist, Neues auszuprobieren, kann als Apotheke von morgen viel bewegen. Die Zeit für Veränderungen ist jetzt!
