Heute, am 1. Oktober 2026, strömten die Menschen zur Ideenfutter Expo in Neuss – ein Treffpunkt, der ganz im Zeichen der zukünftigen Ernährung und Landwirtschaft stand. Veranstaltet von Foodhub NRW und dem Rhein-Kreis Neuss, bot die Eventlocation Gare du Neuss 24 Stände und spannende Talkrunden. Ein Schmelztiegel für innovative Ideen und Lösungen! Wer hätte gedacht, dass Larven als Schweinefutter das neue Superfood für die Landwirtschaft werden könnten? Die lebenden Maden der schwarzen Soldatenfliege könnten bald nicht nur die Futterkosten senken, sondern auch die Tiergesundheit merklich verbessern. Dies zeigt, wie wichtig kreative Ansätze in der Landwirtschaft sind.

Aber das war nur der Anfang. Ein weiteres Highlight war die Vorstellung von „Stullenwunder“, einem Brot ohne Mehl, Zucker oder Zusatzstoffe – ideal für Diabetiker! Zusammen mit der Gewürzmühle Engels aus Neuss wurde hier eine echte Alternative präsentiert. Und dann war da noch „The Oater Barista“, ein vollautomatisiertes System für frische Hafermilch, das perfekt für Catering und Food Services geeignet ist. Es ist wirklich erstaunlich, was heutzutage alles möglich ist, oder? Man könnte meinen, wir leben in einer Science-Fiction-Welt!

Innovationen in der Landwirtschaft

Natürlich waren auch die Herausforderungen in der Nutztierhaltung ein zentrales Thema. In Zeiten von Klimakrise und globalen Krisen – wie die durch COVID-19 oder den Ukraine-Krieg bedingte Lebensmittelknappheit – stehen die globalen Ernährungssysteme enorm unter Druck. Lebensmittelproduktion ist nicht ohne Grund ein heiß diskutiertes Thema: Sie verursacht ein Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen! Und in der EU stammen 70 % dieser Emissionen von der Nutztierhaltung. Das ist nicht gerade ein Grund zur Freude.

Die Nachfrage nach Fleischprodukten wird bis 2050 voraussichtlich doppelt so hoch sein, was die Situation nicht gerade einfacher macht. Der EU Green Deal zielt darauf ab, Europa bis 2050 klimaneutral zu machen. Eine große Aufgabe! Die Farm-to-Fork-Strategie spricht davon, dass 25 % der landwirtschaftlichen Flächen biologisch bewirtschaftet werden sollen. Das sind ziemlich ambitionierte Ziele, die jeder Landwirt und jede Landwirtin im Hinterkopf behalten sollte.

Ein Blick in die Zukunft

Besonders spannend war die Keynote von Janosch Klemm vom Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn, der die Herausforderungen der globalen Ernährungssysteme thematisierte. Mit 700 Millionen Menschen, die hungern, und 3 Milliarden, die an Mikronährstoffmangel leiden – da wird einem schon mal anders. Das Thema Resilienz der Ernährungssysteme gegen Krisen ist daher mehr als nur ein Schlagwort. Es ist eine Notwendigkeit!

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Das Ganze wird durch zahlreiche Forschungsprojekte unterstützt, die sich mit der Nachhaltigkeit in der Nutztierhaltung auseinandersetzen. Projekte wie PATHWAYS oder INTAQT zeigen, dass es möglich ist, intensive Tierhaltung nachhaltiger zu gestalten. Und das ist nicht nur ein Trend, sondern eine dringende Notwendigkeit! Verbraucher verlangen nach qualitativ hochwertigen und tierfreundlichen Lebensmitteln. Die Zukunft der Lebensmittelproduktion hängt davon ab, wie gut wir die Verbindung zwischen Wissenschaft, Praxis und Verbraucheraufklärung etablieren können.

Ein Ernährungssystem ist mehr als nur die Produktion von Lebensmitteln. Es umfasst die gesamte Wertschöpfungskette, einschließlich Konsum und Entsorgung. Die sozialen, gesundheitlichen und ökologischen Komponenten stehen in einem ständigen Spannungsverhältnis zueinander. Es bleibt abzuwarten, wie diese Elemente in Zukunft miteinander verknüpft werden können, um eine nachhaltige und gerechte Lebensmittelproduktion zu gewährleisten. Der Weg zur nachhaltigen Ernährung ist lang und steinig, aber er führt uns in eine bessere Zukunft – wenn wir ihn nur gemeinsam gehen.