Heute ist der 30. September 2026, und in Bukit Timah Plaza, einem belebten Einkaufszentrum in Singapur, hat sich ein unschönes Schauspiel abgespielt. Zwei Überschwemmungen innerhalb von fünf Tagen – am 22. und 27. September – haben das Leben der Geschäftsinhaber ordentlich durcheinandergebracht. Der Rückstau aus einem Entwässerungsgraben, verursacht durch heftige Regenfälle, ließ die Geschäfte im Untergeschoss unter Wasser stehen. Besonders hart getroffen hat es den traditionellen chinesischen Medizin (TCM)-Laden, betrieben von dem 34-jährigen Li, der nach diesen Ereignissen mit einem Verlust von rund 2.000 Dollar kämpft.

Die Wassermassen haben nicht nur die Bestände im Laden verwüstet; Kräuter wie Dangshen, Shan Zha, Huang Qi und Fuling mussten aus hygienischen Gründen entsorgt werden. Das ist schon bitter, wenn man bedenkt, wie viel Mühe und Liebe in die Auswahl dieser Heilpflanzen gesteckt wurde. Zudem hat es auch die neu angeschaffte Infrarotlampe erwischt – ein echtes Desaster für Li und sein Team! Um das Chaos in den Griff zu bekommen, wurde die Mall-Management am Tag der ersten Überschwemmung sofort informiert und schickte Reinigungspersonal, aber Li ließ sich nicht aufhalten und engagierte zusätzlich eine Reinigungsfirma für eine gründliche Säuberung.

Die Folgen der Überschwemmung

Die letzte Überschwemmung am 27. September war ein weiteres Kapitel in diesem Drama. Mindestens vier Geschäfte – darunter auch ein Waschsalon, ein Schönheitssalon und eine Klavierakademie – waren betroffen. Reporter, die vor Ort waren, beobachteten die Geschäftsinhaber dabei, wie sie Wasser aus ihren Läden schaufelten und durchnässte Gegenstände ins Freie brachten. Die Klavierakademie meldete Schäden am Boden, die über 1.000 Dollar kosten dürften. Während der Waschsalon, glücklicherweise, weitgehend intakt blieb, ist der Reinigungsaufwand enorm und wird sicher noch für einige Zeit die Köpfe der Mitarbeiter beschäftigen.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass der Bukit Timah Plaza bereits 2021 von ähnlichen Überschwemmungen betroffen war. Solche Vorfälle werfen Fragen zur Entwässerungssicherheit des Einkaufszentrums auf. Immerhin ist Singapur bekannt für sein innovatives Wassermanagement, das in einer Stadt ohne natürliche Wasserressourcen eine Meisterleistung darstellt. Bei starkem Regen muss die Stadt nicht nur die effektive Ableitung des Regenwassers gewährleisten, sondern auch in Dürreperioden für eine nachhaltige Wasserversorgung sorgen.

Innovatives Wassermanagement in Singapur

Die nationale Wasserstrategie Singapurs basiert auf vier Hauptquellen, die den Wasserbedarf von rund 430 Millionen Litern pro Tag decken. Dazu zählen unter anderem importiertes Wasser aus Malaysia, aufbereitetes Abwasser (bekannt als NEWater) und entsalztes Wasser. Das Ziel bis 2061? Vollständige Wasserautarkie! Das intelligente Wassernetz der Public Utilities Board (PUB) ermöglicht eine Echtzeitüberwachung und Entscheidungsfindung, um Wasserverschwendung zu minimieren.

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Mit einem jährlichen Niederschlag von 2.400 mm könnte man meinen, dass Wasser in Singapur im Überfluss vorhanden ist. Aber die begrenzte Fläche für die Speicherung und die Herausforderungen durch Starkregen machen es notwendig, ständig an der Effizienz der Regenwasserableitung zu arbeiten. Ein Regenwasserkanalsystem, das von der Kanalisation getrennt ist, hat bereits dazu beigetragen, Überschwemmungen von 3.200 Hektar in den 1970er Jahren auf heute nur noch 49 Hektar zu reduzieren. Ein echtes Erfolgskapitel, könnte man sagen!

Doch zurück zu Li und seinem TCM-Laden. Die Herausforderungen, die er und andere Geschäftsinhaber in Bukit Timah Plaza durchstehen müssen, sind nicht nur eine Erinnerung an die Unberechenbarkeit der Natur, sondern auch ein Weckruf für die Notwendigkeit, infrastrukturelle Maßnahmen zu ergreifen, um solche Ereignisse in Zukunft zu verhindern. Denn eines ist sicher: Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen, sowohl körperlich als auch in wirtschaftlicher Hinsicht, stehen auf dem Spiel.