Heute ist der 24.09.2026. In den letzten Jahren haben viele Frauen die Herausforderungen der Wechseljahre hautnah erlebt. Hitzewallungen, Nachtschweiß und auch das unangenehme Gefühl von Gedächtnisverlust können einem ganz schön zusetzen. Kein Wunder also, dass viele sich nach Alternativen zur Hormonersatztherapie umsehen. Die Suche nach Linderung führt oft zu Phytopharmaka und Nahrungsergänzungsmitteln. Doch was bringen diese Mittel wirklich? Schauen wir uns die neuesten Erkenntnisse an.

Laut einem Test von „Öko-Test“ wurden sechs Phytopharmaka und 17 Nahrungsergänzungsmittel genauer unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse sind aufschlussreich. Die Experten bewerteten die Wirksamkeit der getesteten Phytopharmaka als „gut“. Diese enthalten wertvolle Extrakte wie die Traubensilberkerze (Cimicifuga) oder Rhapontikrhabarberwurzel. Besonders drei Phytopharmaka mit Cimicifuga schnitten hervorragend ab. Gleichzeitig gab es jedoch auch kritische Stimmen: Einige Präparate erhielten Abzüge wegen des Einsatzes von Talkum, das in der Diskussion als „wahrscheinlich krebserregend“ gilt. Klimadynon® und Remifemin Plus® standen ebenfalls in der Kritik wegen der enthaltenen Titandioxid-Verbindungen.

Die Rolle der Nahrungsergänzungsmittel

Was ist nun mit den Nahrungsergänzungsmitteln? Die Tester von „Öko-Test“ waren nicht gerade begeistert. Viele der getesteten Produkte erhielten die Noten „mangelhaft“ oder „ungenügend“. Bei 15 von 17 Produkten gab es Mängel in der Deklaration. Es scheint, als ob die Hersteller gerne mit Versprechen um sich werfen, die dann oft nicht eingehalten werden. Besonders kritisch sehen Experten die Kombinationen mehrerer Wirkstoffe in diesen Mitteln. Manchmal wird einfach zu viel des Guten angestrebt, was potenziell zu Wechselwirkungen führen kann.

Ein Lichtblick sind die Isoflavone, die in Soja und Rotklee vorkommen. Ein Evidenzbericht legt nahe, dass eine tägliche Einnahme von mindestens 30 mg Isoflavonen hilfreich sein kann. Aber – und das ist ein großes Aber – oft sind diese Mengen in den Produkten nicht ausreichend deklariert. Vor allem Frauen, die Hormonersatztherapien ablehnen, könnten von solchen Phytopharmaka profitieren, ohne sich dabei in ein gesundheitliches Risiko zu begeben.

Phytoestrogene und ihre Wirkung

Phytoestrogene – diese polyphenolischen sekundären Pflanzenstoffe – haben es in sich. Sie interagieren mit unseren körpereigenen Estrogenrezeptoren und können je nach Gewebestruktur aktivierend oder hemmend wirken. Da wären die Isoflavone, Lignane aus Leinsamen, Estragol aus Fenchelsamen und Cumestane aus Alfalfa-Sprossen. Doch eine einheitliche Empfehlung für alle Frauen gibt es nicht, denn die Wirksamkeit kann stark variieren. Studien zeigen, dass Soja und Rotklee positive Effekte bei Hitzewallungen und auch bei vaginaler Trockenheit haben können. Wichtig ist jedoch, dass jede Frau individuell entscheiden sollte, was für sie das Richtige ist, insbesondere wenn es in der Vergangenheit gesundheitliche Probleme gab, wie etwa Brustkrebs.

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Die Diskussion um Phytopharmaka und Nahrungsergänzungsmittel ist komplex. Auf der einen Seite stehen vielversprechende Ergebnisse und positive Studien, auf der anderen Seite gibt es berechtigte Zweifel und Bedenken. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Frauen sich mit der Thematik intensiv auseinandersetzen wollen, um die für sie passende Lösung zu finden. Am Ende bleibt nur zu hoffen, dass die Forschung weiter voranschreitet und mehr Klarheit in die Welt der Naturheilkunde bringt.