Die Phase zwischen 12 und 18 Jahren ist für das Längenwachstum junger Menschen von entscheidender Bedeutung. In dieser Zeit sprießen die kleinen Körper regelrecht in die Höhe, und vor allem die richtige Ernährung spielt dabei eine zentrale Rolle. Dr. Bui Thi Mai Huong hebt hervor, wie wichtig es ist, in der Vorpubertät und Pubertät auf eine ausgewogene Nährstoffzufuhr zu achten. Schließlich ist das, was wir essen, nicht nur für unsere Gesundheit, sondern auch für unser Wachstum von Bedeutung. Wusstet ihr, dass laut einer nationalen Ernährungsstudie von 2019-2020 vietnamesische Jugendliche bis 18 Jahre im Durchschnitt etwa 9-10 cm hinter dem globalen Durchschnitt zurückliegen? Das ist schon ganz schön viel, oder? Die durchschnittliche Körpergröße beträgt in Vietnam 168,1 cm für Männer und 156,2 cm für Frauen, während der globale Durchschnitt bei 177 cm für Männer und 165 cm für Frauen liegt.

Essenzielle Nährstoffe wie Kalzium, Vitamin D, Zink und Eiweiß sind die Bausteine, die das Skelettwachstum unterstützen. Ohne diese Nährstoffe könnten die kleinen und großen Körper nicht so wachsen, wie sie sollten. Mikronährstoffe haben ebenfalls ihren Platz in dieser Geschichte, denn sie stärken das Immunsystem und senken das Risiko für Krankheiten. Und wer hätte gedacht, dass Glukose nicht nur für den Körper, sondern auch für das Gehirn so wichtig ist? Sie ist eine entscheidende Energiequelle, während Eisen und Zink das Gedächtnis und die Lernfähigkeit fördern. Ein ausgewogenes Frühstück und Mittagessen helfen zudem, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und reduzieren das Risiko für Stoffwechselerkrankungen. Das klingt alles nach einem Rezept für Erfolg, oder?

Die Herausforderung der Schulernährung

In Vietnam gibt es jedoch eine doppelte Belastung durch ernährungsbedingte Probleme. Während in den nördlichen Bergregionen 37,4% der Kinder unter fünf Jahren von Wachstumsverzögerungen betroffen sind, kämpfen städtische Schulkindern mit einer Übergewichts- und Adipositasrate von 26,8%. Da stellt sich die Frage: Was läuft hier schief? Mikronährstoffmängel sind ebenfalls ein großes Thema – 9,5% der Kinder haben einen Vitamin-A-Mangel, und 58% leiden unter Zinkmangel. Eine ausgewogene Schulernährung könnte hier entscheidend sein, um die körperliche, geistige und allgemeine Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (6-18 Jahre) zu fördern. Doch wie sieht die Realität aus? Oftmals basieren die Menüplanung und die Verpflegung in Schulen auf den Erfahrungen des Küchenpersonals oder von Caterern, ohne dass es verbindliche nationale Standards gibt.

Dr. Huong fordert daher klare Schulernährungsstandards, um Grenzwerte für Zucker, Salz und gesättigte Fettsäuren festzulegen. Ein Pilotmodell für „Schulmahlzeiten“, das in 10 Provinzen umgesetzt wird, hat bereits 400 Menüs angepasst, um den regionalen Gegebenheiten gerecht zu werden. Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, aber es bleibt noch viel zu tun. Die Nationale Ernährungsstrategie 2021-2030 und das Schulgesundheitsprogramm 2021-2025 sind Programme, die darauf abzielen, die Gesundheit der Schüler zu verbessern, und das ist definitiv ein Schritt, der Unterstützung verdient.

Ein Blick über den Tellerrand

In Deutschland verfolgt die Ernährungsstrategie „Gutes Essen für Deutschland“ ähnliche Ziele. Hier wird angestrebt, gesundes und ausgewogenes Essen für Kinder und Jugendliche leichter zugänglich zu machen. Die Gemeinschaftsverpflegung spielt eine Schlüsselrolle und gibt täglich etwa 40 Millionen Portionen aus. Es ist also nicht nur eine Frage der Verfügbarkeit, sondern auch der Bildung und Kommunikation, die entscheidend sind, um die Ernährungskompetenz in der frühen Kindheit und Jugend zu fördern. In Zeiten von Fast Food und Snacks ist es umso wichtiger, dass die nächste Generation die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung versteht und lernt, gute Entscheidungen zu treffen.

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Und ganz ehrlich, wenn wir über Ernährung reden, sprechen wir auch über Bewegung. Die Kombination aus beidem kann Krankheiten vorbeugen und trägt zur allgemeinen Gesundheit bei. Eine ausgewogene Ernährung in Verbindung mit ausreichend Bewegung ist in jeder Lebensphase wichtig. Die DGE, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, bietet wertvolle Ressourcen wie die Internetseite „FIT KID – die Gesund-Essen-Aktion für Kitas“, die Informationen zur Verpflegung in Tageseinrichtungen bereitstellt. Auch die Seite „Schule + Essen = Note 1“ gibt hilfreiche Tipps und Standards für die Verpflegung in Schulen an die Hand.

Es ist ein spannendes, aber auch herausforderndes Thema, das uns alle betrifft. Allein die Tatsache, dass Ernährung so stark mit unserem Wachstum und unserer Entwicklung verknüpft ist, macht deutlich, wie wichtig es ist, hier aktiv zu werden. Lasst uns also dafür sorgen, dass unsere Kinder und Jugendlichen das Beste bekommen – sowohl auf dem Teller als auch im Klassenzimmer!