Heute ist der 16.10.2026 und wir werfen einen Blick auf ein Thema, das viele Eltern beschäftigt: Nahrungsergänzungsmittel für Kinder. Gerade in Zeiten, in denen Gemüse und Obst oft als „uncool“ gelten, greifen viele Mamas und Papas zu bunten Vitamingummibärchen oder flüssigen Nährstoffmixen. Die DONALD-Studie zeigt, dass jedes zehnte Kind täglich mindestens ein Nahrungsergänzungsmittel konsumiert. Und die Zahlen aus der EsKiMo-Studie sind auch nicht ohne: Jedes zwölfte Kind zwischen 6 und 11 Jahren sowie rund 20 % der 12- bis 17-Jährigen nehmen regelmäßig solche Produkte. Das klingt ja fast nach einer neuen Normalität!

Die Frage ist jedoch, ob das wirklich notwendig ist. Studien zeigen, dass Kinder in der Regel ausreichend Vitamine und Nährstoffe über ihre normale Ernährung aufnehmen. Stiftung Warentest hat seit 2008 immer wieder darauf hingewiesen, dass der Nutzen von Nahrungsergänzungsmitteln für Kinder nicht ausreichend belegt ist. So wurden 2025 insgesamt 18 Produkte getestet, und das ernüchternde Ergebnis: Alle wurden als überflüssig eingestuft. Dabei gab es auch einige, die durch zu hohe Dosierungen oder gar schädliche Inhaltsstoffe auffielen. Ein Beispiel gefällig? Das Produkt „Orthomol Junior C plus“ enthält Kupfer, das für Kinder nicht empfohlen wird.

Nährstoffe im Übermaß?

Die Verbraucherzentrale hat ebenfalls darauf hingewiesen, dass viele Produkte viel zu hoch dosiert sind. Fast 40 % der getesteten Nahrungsergänzungsmittel überschreiten die sicheren Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe. Das bedeutet, dass ein übermäßiger Konsum gesundheitliche Probleme wie Übelkeit oder Müdigkeit verursachen kann. Besonders fettlösliche Vitamine wie A und D können sich im Körper anreichern und sind daher mit Vorsicht zu genießen. Und was ist mit den bunten Verpackungen, die oft wie Süßigkeiten aussehen? Hier besteht die Gefahr, dass Kinder sie mit Gummibärchen verwechseln und versehentlich überdosiert werden.

Wenn man sich die Testergebnisse der Stiftung Warentest anschaut, wird klar: 17 von 18 Produkten wiesen Mängel auf. Fünf wurden sogar stark abgeraten. Die eingehende Prüfung dieser Produkte zeigt, dass Hersteller oft rechtlich unzulässige Werbeaussagen nutzen, um Eltern zu überzeugen. Die Sorge um die Nährstoffversorgung ist bei vielen Eltern groß, insbesondere in Bezug auf Vitamin C, D und Omega-3-Fettsäuren. Dabei ist die Sorge meist unbegründet! Laut einer Ernährungswissenschaftlerin nehmen die meisten Kinder bereits genügend Nährstoffe über ihre normale Ernährung auf.

Die Kosten-Nutzen-Rechnung

Ein weiterer Punkt, der nicht außer Acht gelassen werden sollte, sind die Kosten. Die Ausgaben für Nahrungsergänzungsmittel können sich schnell summieren und bis zu 500 Euro pro Kind im Jahr betragen – ohne nachweisbaren Nutzen! Es ist also mehr als sinnvoll, über Alternativen nachzudenken. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und Bewegung sind essenziell für die gesunde Entwicklung von Kindern. Oft sind es die einfachen Dinge – frisches Obst, Gemüse und ein gutes Stück Hausmannskost – die den Kindern alles bieten, was sie brauchen.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Abschließend bleibt zu sagen: Die Diskussion über die Notwendigkeit von Nahrungsergänzungsmitteln für Kinder ist wichtig. Eltern sollten informiert werden über die Risiken und über die Tatsache, dass in der Regel keine zusätzlichen Vitamine nötig sind. In speziellen Fällen, wie bei einem nachgewiesenen Nährstoffmangel, kann eine ärztliche Abklärung sinnvoll sein. Für gesunde Kinder sind Nahrungsergänzungsmittel in der Regel überflüssig – das sollte man sich merken!