Irreführende Heilversprechen: Gefahr im Dschungel der Nahrungsergänzungsmittel
Es ist immer wieder spannend, was in der Welt der Nahrungsergänzungsmittel so passiert. Erst kürzlich wurde ein koreanisches Produkt auf der Verkaufsplattform Shopee angepriesen, das angeblich Schlaganfällen vorbeugen und die Genesung nach einem solchen Ereignis fördern sollte. Die Abteilung für Lebensmittelsicherheit des Gesundheitsministeriums hat das Produkt im Oktober 2026 während ihrer Kontrollen entdeckt. Was dabei herauskam, war nicht nur ein Schock für die Verbraucher, sondern auch für die Behörden selbst. Es stellte sich heraus, dass die Lebensmittelbehörde (ATTP) keine Registrierungsbescheinigung für dieses Produkt ausgestellt hatte. Ziemlich bedenklich, oder? Besonders, wenn man bedenkt, dass die Werbung auf Shopee und anderen Plattformen Anzeichen für Irreführung zeigte.
Die ATTP hat daraufhin am 2. Oktober das Ministerium für E-Commerce und Shopee aufgefordert, ihre Geschäfte zu überprüfen und gegebenenfalls Korrekturen vorzunehmen. Bei Nichteinhaltung drohen Konsequenzen wie die Einstellung des Verkaufs und das Entfernen von Produktinformationen. Das Gesundheitsministerium sieht sich gezwungen, Maßnahmen gegen solche irreführenden Werbepraktiken zu verstärken, insbesondere in Zeiten, in denen der E-Commerce boomt. Das Wachstum dieser Branche hat die Werbung für Gesundheitsprodukte in eine Art Dschungel verwandelt, wo man schnell mal den Überblick verlieren kann.
Die Gefahren der Selbstmedikation
Dr. Nguyen Huy Hoang hat eindringlich darauf hingewiesen, dass Nahrungsergänzungsmittel keinesfalls zur Selbstmedikation bei Schlaganfällen verwendet werden sollten. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, denn viele Menschen neigen dazu, natürliche Produkte unreflektiert als Heilmittel anzusehen. Einige traditionelle Heilmittel können sogar toxische Inhaltsstoffe enthalten, deren Dosierung kritisch ist. Wenn wir uns die Werbung für Nahrungsergänzungsmittel anschauen, ist es nicht verwunderlich, dass viele Verbraucher mit unrealistischen Erwartungen an die Sache herangehen. Anbieter versprechen oft schnelle Erfolge oder gar die Heilung von gesundheitlichen Beschwerden – und das, obwohl solche Aussagen nicht wissenschaftlich fundiert sind.
Die Verbraucherzentralen haben sich zur Aufgabe gemacht, über erlaubte und unseriöse Werbung aufzuklären. Dabei gilt: Gesundheitsbezogene Aussagen müssen wissenschaftlich geprüft und von der EU genehmigt sein. Da darf man sich nicht einfach irgendwas ausdenken! Ein Verbot für Krankheitsbezüge in der Werbung für Lebensmittel existiert bereits. Das bedeutet, dass Werbung nicht den Eindruck erwecken darf, herkömmliche Lebensmittel seien unzureichend. Dennoch nutzen viele Hersteller erlaubte Claims, um unzulässige Gesundheitsversprechen zu umschiffen. Das ist irgendwie trickreich, oder? Wenn man bedenkt, dass über 250 gesundheitsbezogene Aussagen von der EU seit 2008 zugelassen wurden, sollte man meinen, dass es hier eine klare Linie gibt.
Verbraucher in der Zwickmühle
Eine repräsentative Umfrage hat ergeben, dass 77% der Befragten Nahrungsergänzungsmittel nutzen – das sind eine Menge Menschen! Doch was viele nicht wissen: 49% glauben fälschlicherweise, dass diese Produkte vor dem Verkauf auf gesundheitliche Unbedenklichkeit getestet werden. Und 41% denken, dass Höchstmengen für Inhaltsstoffe rechtlich festgelegt sind. Das zeigt, wie wichtig Aufklärung ist. Die Verbraucherzentralen fordern daher eine stärkere Überwachung der Werbung für Nahrungsergänzungsmittel, insbesondere auf Social Media. Dort wimmelt es oft von Fake-Bewertungen und irreführender Werbung.
Wenn wir ehrlich sind, sind viele von uns schon mal auf solche Werbeversprechen hereingefallen. Man sieht ein Produkt, das angeblich bei Entzündungen helfen soll, und denkt sich: „Das könnte mir helfen!“ Aber 68% glauben an die Wirksamkeit von Ingwer, obwohl dies wissenschaftlich nicht belegt ist. Da hilft nur eins: Mit einem kritischen Blick durch die Werbung navigieren und sich nicht von schnellen Heilungsversprechen blenden lassen.
In Anbetracht all dieser Informationen ist es ratsam, die Herkunft und Kennzeichnung von Nahrungsergänzungsmitteln genau zu überprüfen. Der Rat der Gesundheitsbehörden, besonders vorsichtig mit Werbung zu sein, die Heilung oder schnelle Ergebnisse verspricht, ist goldwert. Und ganz wichtig: Wer Vorerkrankungen hat oder Medikamente einnimmt, sollte vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln unbedingt einen Arzt konsultieren. Die Gesundheit ist schließlich das höchste Gut!
