Herbst, die Zeit der bunten Blätter und der kühlen Lüfte, ist auch die Zeit, in der wir uns vermehrt um unsere Gesundheit kümmern sollten – besonders, wenn wir älter werden. Experten zeigen sich einig: Saisonale Gesundheitsmaßnahmen sind für Senioren von großer Bedeutung. Auf einer Fachveranstaltung der Nationalen Behörde für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) in China wurden wertvolle Strategien vorgestellt, um die typischen Herbstprobleme wie trockene Haut, Schlafstörungen und Gelenkbeschwerden zu behandeln.

Ein ganz großes Thema ist die Hautpflege. Denn wenn die Temperaturen sinken, leidet nicht nur das Gemüt, sondern auch die Haut. Xu Fengqin, eine Expertin auf diesem Gebiet, weist darauf hin, dass der herbstliche Blut- und Qi-Mangel oft mit Trockenheit einhergeht. So empfehlen die Fachleute, 2 bis 3 Bäder pro Woche zu nehmen und nach der Dusche milde Körperlotion aufzutragen. Und für die Ernährung? Schwarz wie die Nacht – schwarzer Sesam, um genau zu sein – wird empfohlen, um Blut und Yin zu stärken. Scharfe Speisen sollten dagegen besser vom Speiseplan gestrichen werden!

Schlaf und Verdauung: Ein Balanceakt

Schlafstörungen sind bei älteren Menschen nicht selten – oft ein Zeichen für Yin-Mangel. Die Empfehlung von Song Qingqiao, regelmäßige Bewegung und ein warmes Fußbad am Abend, klingt nach einer guten Idee, um in den Schlaf zu finden. Das Abendessen sollte zudem so portioniert sein, dass man sich rundum wohlfühlt – so etwa zu 70% gesättigt. Auch die Akupressur kommt ins Spiel: Die Punkte Shenmen und Anmian könnten helfen, ruhiger zu schlafen. Und was ist mit dem nächtlichen Wasserlassen? Hier steht die Schwäche des Nieren-Qi im Fokus. Eine salzarme Ernährung und reduzierte Flüssigkeitszufuhr am Abend könnten die Lösung sein.

Auch der Magen-Darm-Trakt ist im Herbst empfindlich. Kälte und schwere Kost machen ihm zu schaffen. Xie Shengshou gibt den Rat, kleinere Portionen zu wählen und gründlich zu kauen. Kaltes und klebriges Essen sollte man besser meiden. Stattdessen schmeckt ein bekömmlicher Brei aus Yamswurzel und Hirse besser als man denkt! Und nach den Mahlzeiten – und hier kommt ein kleiner Geheimtipp – eine Bauchmassage im Uhrzeigersinn kann wahre Wunder wirken.

Infektionsschutz und ganzheitliche Ansätze

Im Herbst steigt auch das Risiko für Erkältungen und Infektionen. Wang Dayan empfiehlt eine Grippeimpfung sowie eine ausgewogene Ernährung, Bewegung und ausreichend Schlaf. Ein Schal zum Schutz des Punktes Dazhui ist ebenfalls eine kluge Maßnahme. Und falls die ersten Erkältungssymptome auftauchen, hilft ein Sud aus Ingwer und Frühlingszwiebeln – das klingt doch nach einem wärmenden Trost!

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Die TCM ist weit mehr als nur eine Symptombehandlung. Sie erkennt kleine Veränderungen im Qi, Blut oder der Yin-Yang-Balance und sieht sie als Warnsignale. Das Ziel ist es, Krankheiten durch Prävention zu vermeiden. Dabei kommen verschiedene Methoden zum Einsatz: Akupunktur, Kräutertherapie und sogar Qigong zur Förderung des Energieflusses. Ein individueller Ansatz, der die Lebensweise und die Ernährung an die jeweilige Jahreszeit anpasst, ist zentral. Die TCM ist eine wertvolle Ergänzung zur modernen Medizin, vor allem für ältere Menschen, um den Stoffwechsel und die Regeneration zu unterstützen.

Mit diesen wertvollen Tipps und der Weisheit der TCM im Hinterkopf kann der Herbst nicht nur zur Herausforderung, sondern auch zur Chance werden, die Gesundheit zu fördern und das Wohlbefinden zu steigern. Na dann, auf eine gesunde und wohltuende Herbstzeit!