Gesundheitswandel in Vietnam: Ein Schritt in die richtige Richtung
Heute ist der 22.09.2026. Die Welt der Naturheilkunde ist ja bekannt für ihre Vielfalt und die tief verwurzelten Traditionen, aber was aktuell im Gesundheitswesen Vietnams passiert, ist wirklich spannend. Das Gesundheitsministerium hat auf eine Petition von Wählern aus der Provinz Thanh Hoa reagiert. Die Menschen dort haben ein ganz konkretes Anliegen: Sie wünschen sich eine Erhöhung der Quoten, Arten und Mengen von Medikamenten, die von der Krankenversicherung auf Gemeindeebene abgedeckt werden. Ein wirklich nachvollziehbarer Wunsch, wenn man bedenkt, wie wichtig der Zugang zu Medikamenten ist.
In Vietnam gibt es eine umfassende Liste von Medikamenten, die im Verhältnis zu den Beiträgen zur Krankenversicherung stehen. Diese Liste wird durch das Rundschreiben Nr. 20 vom 31. Dezember 2022 geregelt und umfasst beeindruckende 1.037 Wirkstoffe sowie Arzneimittel und Biologika, die in 27 Hauptgruppen unterteilt sind. Darunter sind auch 76 Wirkstoffe, die zur Gruppe der Krebstherapeutika und Immunmodulatoren zählen. Ein echter Fortschritt, wenn wir die Herausforderungen im Gesundheitswesen betrachten.
Traditionelle und pflanzliche Arzneimittel
Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass das Gesundheitsministerium derzeit an einer Überarbeitung der Rundschreiben zur Liste der von der Krankenversicherung abgedeckten chemischen Arzneimittel arbeitet. Hierbei soll die Liste um neue Medikamente ergänzt werden, die den Behandlungsbedarf abdecken und die Erstattungssätze berücksichtigen. Schließlich geht es darum, den Zugang zu Medikamenten in den kommunalen Gesundheitsstationen zu erleichtern. Mit dem Ziel, Überweisungen an höhere Einrichtungen zu reduzieren, wird auch das Gesundheitspersonal auf Gemeindeebene gestärkt. Ein Schritt in die richtige Richtung!
Aber wo stehen wir eigentlich im Vergleich zum internationalen Standard? Nun, die medizinische Versorgung in Vietnam ist unterdurchschnittlich, wenn man sie mit der Weltbevölkerung vergleicht. Pro 1000 Einwohner stehen hier gerade einmal 2,6 Krankenhausbetten zur Verfügung – der Weltmittelwert liegt bei 3,3. Auch die Anzahl der ausgebildeten Ärzte lässt zu wünschen übrig: Rund 112.000 Ärzte, was etwa 1,11 Ärzten pro 1000 Einwohner entspricht. In der EU sind es immerhin 4,15. Das sind Zahlen, die nachdenklich stimmen.
Die Rolle der Gemeindegesundheitsstationen
Und wie sieht es mit der Aufstellung des medizinischen Personals aus? Das offizielle Schreiben Nr. 5851 vom 29. August 2025 fordert lokale Behörden zur Rotation und Versetzung von Personal in Gemeindeeinrichtungen auf. Mindestens eine medizinische Fachkraft und ein Arzt sollen in jeder kommunalen Gesundheitsstation tätig sein. Ein ehrgeiziges Ziel, das sicherlich viel bewirken kann. Bislang haben 28 von 34 Provinzen und Städten Ergebnisse gemeldet, mit 1.146 Ärzten, die auf Gemeindeebene verstärkt wurden, vor allem in Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt. Das zeigt, dass sich etwas bewegt!
Wer jetzt denkt, dass das alles ein bisschen trocken klingt, der irrt sich. Es gibt auch Kontaktstellen für Ausländer, die in Vietnam leben oder sich dort aufhalten. Die Deutsche Botschaft in Ho-Chi-Minh-Stadt, zum Beispiel, ist ein wichtiger Anlaufpunkt. Dort gibt es nicht nur Informationen, sondern auch Unterstützung, wenn’s mal brenzlig wird. Wer also Fragen hat, kann die Botschaft über ein Kontaktformular oder telefonisch erreichen. Im Notfall gibt es sogar eine spezielle Nummer, die außerhalb der Dienstzeiten verfügbar ist.
Der Zugang zu Gesundheitsversorgung
Ein weiterer Punkt, den man nicht vernachlässigen sollte, ist die Trinkwasserversorgung. Nur 59% der Bevölkerung haben Zugang zu fließendem Trinkwasser, während der internationale Durchschnitt bei 74% liegt. Das sind alles Aspekte, die mit der allgemeinen Gesundheit der Bevölkerung eng verknüpft sind. Schließlich hat schlechte Hygiene oft fatale Folgen für die Gesundheit. Und auch die Sterblichkeit bei wesentlichen Krankheiten wie Krebs, Diabetes oder Herzkreislauferkrankungen bleibt ein großes Thema, mit einer Rate von etwa 20%.
Es ist also viel im Fluss in Vietnam, sowohl was die Gesundheitsversorgung als auch die Unterstützung für die Bevölkerung betrifft. Die Entwicklungen im Gesundheitswesen sind spannend und lassen auf eine positive Veränderung hoffen. Aber wie immer gilt: Der Weg ist das Ziel, und da gibt es noch einiges zu tun!
