Das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) hat sich mit der Shanghai Universität für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) zusammengetan, um spannende neue Projekte ins Leben zu rufen. Das erste dieser Projekte zielt darauf ab, ein Medikament zur Prävention von grippalen Infekten und Corona zu entwickeln. Ein ehrgeiziger Plan! In Deutschland sind aktuell nur symptomlindernde Medikamente auf dem Markt, während dieses Präparat in China bereits seit 17 Jahren erhältlich ist. Die Markteinführung in Deutschland ist für die Mitte des Jahres 2031 angedacht. Mal sehen, ob wir bis dahin auf ein wirksames Mittel hoffen können, das nicht nur die Symptome bekämpft, sondern auch der Krankheit selbst entgegenwirkt.

Das zweite Projekt widmet sich der Erforschung der Traditionellen Chinesischen Medizin bei Krebspatienten während der Chemotherapie. Hier stehen die Nerven im Fokus, denn viele Patienten berichten von Taubheitsgefühlen, die in dieser schweren Zeit oft unerträglich sind. Eine Studie, die sowohl in Shanghai als auch in Hamburg durchgeführt werden soll, könnte wertvolle Erkenntnisse liefern. Die Vereinbarungen für beide Projekte wurden bereits unterzeichnet, und die Unterzeichner gehören zum Cancer Center Hamburg sowie zum HanseMerkur Centrum für TCM am UKE. Der offizielle Anlass für diese Kooperation war die Delegationsreise von Bürgermeister Peter Tschentscher nach Shanghai.

Forschung auf dem Gebiet der TCM

Die Traditionelle Chinesische Medizin hat in Deutschland einen festen Platz in der Forschung. Seit fast 20 Jahren ist sie ein Schwerpunkt des KoKoNat. Zwischen 2001 und 2006 wurde ein umfangreiches Forschungsprogramm zur Wirksamkeit und Sicherheit von Akupunktur durchgeführt. Auch die Zusammenarbeit zwischen deutschen und chinesischen Ärzten hat in verschiedenen Kliniken zur Entwicklung neuer Therapien beigetragen. Ein Beispiel dafür ist der Kooperationsvertrag zwischen der Technischen Universität München und der Beijing-Universität für TCM, der von 2003 bis 2018 bestand.

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat die Integration von TCM-Elementen in das Programm „Individuelles Gesundheits-Management“ unterstützt, was zeigt, wie ernsthaft die Medizin hierzulande mit den traditionellen Methoden umgeht. Ein weiteres Highlight ist das „Sino-European Prevention Program“ (SEPP), das in der TCM-Klinik Bad Kötzting evaluiert wird. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung neuer Zubereitungsverfahren für TCM-Arzneimittel, insbesondere zur Behandlung des kardiometabolischen Syndroms, das Übergewicht und Diabetes umfasst.

Ein Netzwerk für die Zukunft

Die AGTCM, ein interdisziplinärer Fachverband für Chinesische Medizin, setzt sich seit 1954 für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Deutschland ein. Die Förderung von Fachkompetenz und der Austausch auf nationaler und internationaler Ebene stehen dabei im Vordergrund. In Deutschland gibt es mittlerweile vier TCM-Kooperationsschulen, die eine breite Palette an Seminaren und Ausbildungen anbieten, von Akupunktur über Diätetik bis hin zu Qi Gong und Tuina. Das ist ein echter Schatz für alle, die sich für die Chinesische Medizin interessieren!

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die jährlichen TCM-Kongresse in Rothenburg sind eine großartige Gelegenheit, sich mit Experten auszutauschen und die neuesten Entwicklungen zu diskutieren. Die Verknüpfung von traditionellem Wissen mit modernen Ansätzen ist ein entscheidendes Kriterium für die Weiterentwicklung der TCM in Deutschland. Es ist spannend zu sehen, wie hier Brücken zwischen alten Heilmethoden und zeitgenössischen wissenschaftlichen Erkenntnissen geschlagen werden. Immer wieder wird deutlich: Die Chinesische Medizin hat viel zu bieten – man muss nur bereit sein, ihren Reichtum zu entdecken.